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Musik-Album im MP3-Format
Gesamtlänge: 2:39:14 h
MP3-Bitrate: High Quality (besser als 220 kBit/s)
Bildnachweis: Foto von Nora Jane Long auf Unsplash
Diese Aufnahmen wurden empfohlen von "Fono Forum"
Nur ein knappes Jahrzehnt von 1876 bis 1885 dauerte Brahms' sinfonische Periode. Die hier entstandenen vier Sinfonien gehören aber zu den schönsten je entstandenen Werken der Orchestermusik. Nummer 1 ist noch ein Verbindungsglied zum Pathos der Wiener Klassik. Während die zweite Sinfonie von ländlicher pastoraler Stimmung geprägt wird gelingt Nummer drei herb und kämpferisch. Besondere Kunstfertigkeit erreicht der Komponist in der abschließenden vierten Sinfonie: Unter Einbeziehung unterschiedlichster Stilmittel, wie der barocken Chaconne gelingt eine starke und einheitliche Form bis zum tragisch-elegischen Finale.
Otto Klemperer gestaltet mit den für ihn typischen ruhigen Tempi strenge und unsentimentale Deutungen der Sinfonien. Ein oft herber Orchesterklang und packende Steigerungen ergeben einen besonders gelungenen Zyklus, voller Kraft und Entschlossenheit.
Diese legendäre Einspielung der vier Sinfonien von Johannes Brahms unter Otto Klemperer gilt bis heute als eine der imposantesten Gesamtdarstellungen dieses Zyklus – monumental, klar strukturiert und innerlich glühend. Klemperers Ansatz ist von strenger Formbewusstheit geprägt: Die Tempi sind meist breit, aber nie schwerfällig – stattdessen entsteht eine fast architektonische Klarheit, in der jede musikalische Linie nachvollziehbar wird. Besonders in der Ersten Sinfonie beeindruckt die unerbittliche Steigerungsdramaturgie bis hin zum triumphalen Finale. Der oft dramatisch empfundene Ernst der Zweiten Sinfonie wird hier mit nobler Zurückhaltung interpretiert – fern jeder Sentimentalität. In der Dritten Sinfonie entfaltet Klemperer jene innere Wärme, die hinter der strengen äußeren Fassade aufleuchtet. Und in der Vierten erreicht seine Interpretation eine große Tiefe: das Finale – die Passacaglia – gerät zur wuchtigen Apotheose, die nie in Pathos abgleitet, sondern bei aller Größe stets maßvoll bleibt. Das Philharmonia Orchestra spielt unter Klemperers Leitung mit kontrollierter Leidenschaft – kraftvoll, aber diszipliniert, mit wunderbarer klanglicher Transparenz und dunklem Grundton, der Brahms’ Tonsprache ideal entspricht.
Diese Brahms-Gesamteinspielung ist kein flüchtiger Effektzauber, sondern ein musikalisches Bauwerk von epischer Spannweite. Otto Klemperer gestaltet mit den für ihn typischen ruhigen Tempi strenge und unsentimentale Deutungen der Sinfonien. Ein oft herber Orchesterklang und packende Steigerungen ergeben einen besonders gelungenen Zyklus, voller Kraft und Entschlossenheit.
Technische Daten