Morton Gould dirigiert Ravels Boléro mit rhythmischer Präzision und klanglicher Transparenz. Vom geheimnisvollen Beginn bis zur fulminanten Schlusssteigerung entfaltet sich ein faszinierender Spannungsbogen in klarer, räumlicher Stereo-Abbildung.
Musik-Album im MP3-Format
Gesamtlänge: 14:24 min
Audioformat: MP3 – High Quality (320 kbit/s)
Bildnachweis: Photo by Brent Ninaber on Unsplas
➔ BOSTON SYMPHONY, MUNCH (incl. La Valse, Klavierkonzert u. a.)
➔ SOCIÉTÉ DES CONCERTS DU CONSERVATOIRE ORCHESTRA, RENÉ LEIBOWITZ
➔ SOCIÉTÉ DES CONCERTS DU CONSERVATOIRE ORCHESTRA, ANDRÉ CLUYTENS
Im rhythmischen Sog von Ravels Bolero - Charles Münch und das Boston Symphony Orchestra mit einer suggestiven Einspielung
Eines der meistgespielten Werke des Orchesterbetriebes, der Bolero, war eine Auftragsarbeit für die Tänzerin Ida Rubinstein. Eigentlich ist der Bolero ein spanischer Tanz im 3/4 Takt. Ravel verwendete davon den typischen Rhythmus. "Findest du das nicht auch irgendwie eingängig?" war Maurice Ravels Frage an einen Freund, als er ihm am Klavier diese rhythmisch einfache Melodie vorspielte. Diese Melodie sollte eine der bekanntesten klassischen Kompositionen werden. Ravel hatte den grandiosen Einfall, die Melodie ununterbrochen zu wiederholen, bei jeder Wiederholung immer mehr Orchesterinstrumente hinzuzufügen und schrittweise die Lautstärke zu steigern. Bei der sechzehnten Wiederholung hat dies eine infernalische Intensität erreicht und die Musik bricht praktisch in sich zusammen.1928 als Balettmusik uraufgeführt, ist das Stück heute vor allem in Sinfoniekonzerten anzutreffen und übt immer noch eine ungehörige Faszination aus. Ravel war dieser Erfolg eher unangenehm und bezeichnete seinen Bolero als "simple Orchestrationsübung". Dabei ließen sich auch viele Rockmusiker von diesem Stück inspirieren und verwendeten Teile davon in ihren Kompositionen, z. B. Deep Purple in "Child in time" und Emerson, Lake and Palmer in "Abaddon's Bolero".
Morton Gould und sein Morton Gould Orchestra gestalten dieses Meisterwerk mit elektrisierender Präzision und klanglicher Raffinesse. Die berühmte, unaufhörliche Trommel wirkt hier nicht mechanisch, sondern spannungsvoll pulsierend. Holzbläser treten plastisch aus dem Klangbild hervor, jede Instrumentengruppe erhält ihre eigene Farbe und Kontur. Besonders beeindruckend ist die Transparenz der Orchestrierung: vom zarten Beginn bis zur gleißenden Schlusssteigerung bleibt jede Stimme klar nachvollziehbar. Gerade klanglich entfaltet diese Aufnahme ihren besonderen Reiz. Die sorgfältige Mikrofonierung sorgt für eine stabile Bühnenabbildung mit deutlicher Tiefenstaffelung. Der stetige Crescendo-Bogen wirkt nicht nur dynamisch, sondern räumlich erfahrbar – ein ideales Demonstrationsstück für jede hochwertige HiFi-Anlage.
Diese Audiophile Edition in 320 kbps bewahrt die Klarheit der Instrumente, die rhythmische Präzision und die feine Differenzierung der Klangfarben. Der berühmte Schlussakkord trifft mit voller orchestraler Wucht – eindrucksvoll, kontrolliert und mit beeindruckender Präsenz. Ein Boléro, der weniger auf Effekthascherei als auf strukturelle Spannung und klangliche Durchzeichnung setzt – stilvoll, souverän und klanglich faszinierend.
Technische Daten
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