Cover RAVEL Klavierkonzerte - Samson François - ANDRÉ CLUYTENS + Bonus: La Valse, Rapsodie espagnole
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RAVEL Klavierkonzerte & Bolero - Samson François - Société Des Concerts Du Conservatoire Orchestra - ANDRÉ CLUYTENS

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Musik-Album im MP3-Format

Gesamtlänge: 54:17 min

Audioformat: MP3 – High Quality

Diese Aufnahme wurde ausgezeichnet mit dem "Grand Prix du Disque" (Klavierkonzerte)

Menge

Klavierkonzert in G-dur: Jazzige Atmosphäre mit einem überraschenden Beginn und einem "schwebenden" zweiten Satz

Der erste Ton dieser Komposition ist ungewöhnlich: Mit einem lauten Peitschenknall wird das Konzert eröffnet. Ein bewegter erster Satz folgt, welcher spanische und baskische Motive, aber auch Jazz- und Blueselemente zitiert. Im Kontrast dazu ist der zweite Satz sehr ruhig und wird von einem wunderschön fließenden liedhaftem Thema bestimmt. Schnell und atemlos hingegen fegt das Klavier durch den schnellen dritten Satz. Die schnellen Jazz-Einwürfe der Posaunen können die unablässige Bewegung des Klaviers bis zum Schluß jedoch nicht aufhalten. Nicht aufzuhalten war auch die Popularität dieses Konzertes. Seit seiner Uraufführung 1932 in Paris unter der Leitung von Ravel ist es aus den Konzertsälen nicht mehr wegzudenken. Das Klavierkonzert ist mit ca. 20 Minuten Dauer recht kurz, aber gespickt mit einer Fülle von kniffligen Passagen für den Solisten und für das Orchester. 

Scheinbar mühelos meistert der französische Pianist Samson François diese Kunstfertigkeiten - ein musikalisches "Enfant terrible", der sich in der Tradition der Klaviervirtuosen des 19. Jahrhunderts sah. Gerade im langsamen zweiten Satz entführt er den Hörer in eine andere Welt: Sein weicher Anschlag erzeugt eine solch innige Atmosphäre, daß die Musik zu schweben scheint, einfach himmlisch!

Klavierkonzert für die linke Hand: Eine Hand spielt für zwei

Auftraggeber für dieses ambitionierte Konzert war der österreichische Pianist Paul Wittgenstein. Wittgenstein verlor als Soldat im 1. Weltkrieg den rechten Arm und war auf entsprechende Neukompositionen oder Bearbeitungen "für die linke Hand" angewiesen. Ravel beschrieb den Unterschied zu seinem Klavierkonzert in G-dur so: "Das Konzert für die linke Hand ist von ziemlich abweichendem Charakter; es hat nur einen Satz, mit vielen Jazzeffekten, und seine Schreibweise ist etwas komplizierter. In einem Werk dieser Art kommt es darauf an, nicht den Eindruck eines lockeren Klanggewebes, sondern den eines für zwei Hände geschriebenen Klavierparts zu geben." Das Konzert wurde 1931 mit Wittgenstein als Solisten in Wien uraufgeführt.

Bolero

Eines der meistgespielten Werke des Orchesterbetriebes, der Bolero, war eine Auftragsarbeit für die Tänzerin Ida Rubinstein. Eigentlich ist der Bolero ein spanischer Tanz im 3/4 Takt. Ravel verwendete davon den typischen Rhythmus. "Findest du das nicht auch irgendwie eingängig?" war Maurice Ravels Frage an einen Freund, als er ihm am Klavier diese rhythmisch einfache Melodie vorspielte. Diese Melodie sollte eine der bekanntesten klassischen Kompositionen werden. Ravel hatte den grandiosen Einfall, die Melodie ununterbrochen zu wiederholen, bei jeder Wiederholung immer mehr Orchesterinstrumente hinzuzufügen und schrittweise die Lautstärke zu steigern. Bei der sechzehnten Wiederholung hat dies eine infernalische Intensität erreicht und die Musik bricht praktisch in sich zusammen.1928 als Balettmusik uraufgeführt, ist das Stück heute vor allem in Sinfoniekonzerten anzutreffen und übt immer noch eine ungehörige Faszination aus. Ravel war dieser Erfolg eher unangenehm und bezeichnete seinen Bolero als "simple Orchestrationsübung". Dabei ließen sich auch viele Rockmusiker von diesem Stück inspirieren und verwendeten Teile davon in ihren Kompositionen, z. B. Deep Purple in "Child in time" und Emerson, Lake and Palmer in "Abaddon's Bolero".

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Technische Daten

Komponist
Ravel, Maurice (1875 - 1937)
Edition
101 Classics Collection
Epoche
Moderne
Künstler
Samson François, Société Des Concerts Du Conservatoire Orchestra, ANDRÉ CLUYTENS
Auszeichnungen, Referenzen
Klavierkonzert in G-dur, Piano Concerto in G major - Klavierkonzert für die linke Hand, Piano Concerto for the Left Hand - Bolero
Edition & Quellenhinweis
Audiophile Bearbeitung und digitale Edition durch 101 Classics. Originalaufnahme: Public Domain.