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BRUCKNER Sinfonie Nr. 7 in E-dur - Berliner Philharmoniker, EUGEN JOCHUM (Mono 1952)

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Eine zentrale Aufnahme der Bruckner-Tradition: Eugen Jochum dirigiert die Berliner Philharmoniker in einer glühenden, dramatisch zugespitzten Interpretation von Bruckners Siebter. Kraftvoll, spirituell aufgeladen und von großer architektonischer Spannung – ein bedeutendes Bruckner-Dokument der Mono-Ära.

Musik-Album im MP3-Format

Gesamtlänge: 58:46 min

Audioformat: MP3 – High Quality 

Bildnachweis: DAN ZAUGG/Shotshop.com

Menge

Bruckners Sinfonie Nr. 7 - zum Gedenken an Richard Wagner

Die Uraufführung 1884 in Leipzig war für Bruckner eine Premiere: Zum ersten Mal flüchteten die Zuhörer bei einer Bruckner-Uraufführung nicht aus dem Saal. Überglücklich vermeldete der Komponist, daß "zum Schluß eine Viertelstunde applaudiert wurde" - ein später Erfolg im 60. Lebensjahr von Anton Bruckner. Die Siebente beginnt ruhig mit einer wunderschönen Melodie-Linie der Streicher, zu dem später Horn und Klarinette hinzustoßen. In der für Bruckner typischen Weise werden allmählich Tempo und Intensität gesteigert bis zu einem ersten Höhepunkt mit Einsatz des gesamten Orchesters. Während der Komposition des zweiten Satzes verstarb der von Bruckner hoch verehrte Richard Wagner. Dieses verarbeitete Bruckner dann auch in seinem zweiten Satz: Eine Trauermelodie unter Verwendung der von Wagner erfundenen tiefen Blechblasinstrumenten, der sogenannten Tuben. Der dritte Satz beginnt mit einem kecken Part der Solotrompete, die den ersten Steigerungslauf ankündigt. Im Schlusssatz taucht als Hauptthema wieder die wunderschöne Melodie des Sinfonieanfangs auf, ist nun aber wesentlich energischer gestaltet und steigert sich zu einem letzten Höhepunkt.

Jochum versteht die Siebte als visionäres, zutiefst religiös geprägtes Werk. Seine Interpretation ist von innerer Glut, dramatischer Intensität und klarer architektonischer Spannkraft geprägt. Die großen Steigerungen besitzen eine beinahe existenzielle Wucht, ohne dabei den sinfonischen Zusammenhang zu verlieren. Bereits im ersten Satz entfaltet sich das Hauptthema mit feierlicher Größe, getragen vom dunklen, kernigen Streicherklang der Berliner Philharmoniker jener Zeit. Das Adagio – Bruckners musikalischer Nachruf auf Richard Wagner – erhält unter Jochum eine besonders eindringliche Gestaltung. Die Wagner-Tuben und das Blech leuchten mit feierlicher Gravität, der große Höhepunkt wird als erhabener, beinahe ekstatischer Moment ausgeformt. Jochums Sinn für Spannungsbögen und spirituelle Intensität verleiht dem Satz eine tief bewegende Wirkung. Auch in Scherzo und Finale überzeugt die Interpretation durch rhythmische Prägnanz und entschlossene Dramatik. Das Orchester spielt mit kraftvoller Geschlossenheit und markanter Klangfarbe – ein typischer, unverwechselbarer Berliner Klang der frühen 1950er Jahre. Klanglich trägt die Monoaufnahme den Charakter ihrer Entstehungszeit: kompakt, dicht und direkt, mit starkem Fundament im tiefen Register. Gerade diese unmittelbare Präsenz unterstreicht die dramatische Wucht der Interpretation und macht die Einspielung zu einem authentischen Dokument ihrer Epoche.

BRUCKNER_7_JOCHUM

Technische Daten

Komponist
Bruckner, Anton (1824 - 1896)
Edition
101 Classics Collection
Epoche
Romantik
Künstler
Berliner Philharmoniker, EUGEN JOCHUM (Mono 1952)
Werk
Sinfonie Nr. 7 in E-dur - Symphony No. 7 in E major
Edition & Quellenhinweis
Audiophile Bearbeitung und digitale Edition durch 101 Classics. Originalaufnahme: Public Domain.

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