Musik-Album im MP3-Format
Gesamtlänge: 57:12 min
Audioformat: MP3 – High Quality
Diese Aufnahme (Violinkonzert) wurde empfohlen von "Fono Forum"
Bildnachweis: Foto von Justin Luebke auf Unsplash
Der ruhig fließende Beginn des ersten Satzes führt uns in ein Konzert, dass aufgrund der Fülle an lyrischen Ideen und emotionaler Ausdruckskraft heute zu den beliebtesten Violinkonzerten gehört. Doch hatte es schwere Geburtswehen zu überstehen: 1878 fertiggestellt, galt es (wie schon 70 Jahre vorher das Beethovensche Violinkonzert) als unspielbar schwierig und es sollten drei Jahre vergehen, bis es endlich 1881 in Wien uraufgeführt wurde. Und das mit katastrophaler Resonanz: "Wildester russischer Nihilismus", "barbarisch-fürchterlich" urteilte die Fachpresse und der führende Musikkritiker Hanslick sprach gar von Musik "die man stinken hört".
Doch davon ließ sich der Siegeslauf dieses Konzertes nicht aufhalten und so genießen wir heute die leidenschaftlichen Gedanken der Solovioline im ersten Satz, die liedhafte Melancholie der "Canzonetta" (Satz 2) und die überschäumende Vitalität im Finalsatz, dessen tänzerischer Charakter sich stark an die im 19. Jahrhundert beliebten Zigeunerweisen anlehnt.
David Oistrachs Violinspiel ist technisch brilliant, sein Ton ist kraftvoll, aber nie aufdringlich, seine Phrasierung klug durchdacht und voller Gefühl. Besonders das Kantilenenspiel im zweiten Satz entfaltet bei Oistrach eine geradezu berührende Intensität. Im vitalen Finalsatz treiben Dirigent und Solist alle Beteiligten mit ungezügeltem Temperament bis zum rasanten Schluß.
Diese Interpretation gilt vielen bis heute als Maßstab – musikalisch, klanglich und emotional. Eine Aufnahme voller Noblesse, Wärme und technischer Perfektion.
Technische Daten