Zwei Meisterwerke Tschaikowskys in legendären Referenzaufnahmen: David Oistrach begeistert im Violinkonzert op. 35 mit unvergleichlicher Wärme und Virtuosität, während Eugene Istomin im berühmten ersten Klavierkonzert romantische Klangfülle und pianistisches Raffinement vereint.
Musik-Album im MP3-Format
Gesamtlänge: 1:09:54 h
Audioformat: MP3 – High Quality, 320 kbit/s
Diese Aufnahme (Violinkonzert) wurde empfohlen von "Fono Forum"
Covergestaltung: 101 Classics
Bildnachweis: Foto von Justin Luebke auf Unsplash
Der ruhig fließende Beginn des ersten Satzes führt uns in ein Konzert, dass aufgrund der Fülle an lyrischen Ideen und emotionaler Ausdruckskraft heute zu den beliebtesten Violinkonzerten gehört. Doch hatte es schwere Geburtswehen zu überstehen: 1878 fertiggestellt, galt es (wie schon 70 Jahre vorher das Beethovensche Violinkonzert) als unspielbar schwierig und es sollten drei Jahre vergehen, bis es endlich 1881 in Wien uraufgeführt wurde. Und das mit katastrophaler Resonanz: "Wildester russischer Nihilismus", "barbarisch-fürchterlich" urteilte die Fachpresse und der führende Musikkritiker Hanslick sprach gar von Musik "die man stinken hört".
Doch davon ließ sich der Siegeslauf dieses Konzertes nicht aufhalten und so genießen wir heute die leidenschaftlichen Gedanken der Solovioline im ersten Satz, die liedhafte Melancholie der "Canzonetta" (Satz 2) und die überschäumende Vitalität im Finalsatz, dessen tänzerischer Charakter sich stark an die im 19. Jahrhundert beliebten Zigeunerweisen anlehnt.
David Oistrachs Violinspiel ist technisch brilliant, sein Ton ist kraftvoll, aber nie aufdringlich, seine Phrasierung klug durchdacht und voller Gefühl. Besonders das Kantilenenspiel im zweiten Satz entfaltet bei Oistrach eine geradezu berührende Intensität. Im vitalen Finalsatz treiben Dirigent und Solist alle Beteiligten mit ungezügeltem Temperament bis zum rasanten Schluß.
Diese Interpretation gilt vielen bis heute als Maßstab – musikalisch, klanglich und emotional. Eine Aufnahme voller Noblesse, Wärme und technischer Perfektion.
Als glanzvolle Ergänzung folgt Tschaikowskys monumentales Klavierkonzert Nr. 1 in b-Moll op. 23 mit Eugene Istomin. Sein Spiel verbindet kraftvolle Virtuosität mit lyrischer Feinheit und aristokratischer Gelassenheit. Istomin gestaltet die großen melodischen Bögen mit bemerkenswerter Natürlichkeit und musikalischer Reife, ohne jemals bloße Effekte in den Vordergrund zu stellen. Unterstützt vom luxuriösen Orchesterklang Eugene Ormandys entfaltet sich eine Interpretation von großer romantischer Spannung und klanglicher Schönheit.
Technische Daten