Legendäre Mozart-Interpretationen unter George Szell: Die Sinfonien Nr. 35 „Haffner“ und Nr. 39 in einer klanglich verbesserten Audiophilen Edition. Transparente Orchesterstruktur, beeindruckende Dynamik und warme analoge Klangästhetik – jetzt als hochwertiges MP3-Album in 320 kbps.
Musik-Album im MP3-Format
Gesamtlänge: 44:11 min
Audioformat: MP3 – High Quality (320 kbit/s)
Bildnachweis: Photo by Monique Kraan on Unsplash
Die Sinfonie Nr. 35 entstand im Sommer 1782 in Wien unter bemerkenswerten Umständen. Ursprünglich war sie keine Sinfonie im heutigen Sinne, sondern eine Serenade, die Mozart im Auftrag der angesehenen Salzburger Familie Haffner komponierte. Anlass war die Erhebung Sigmund Haffners in den Adelsstand. Mozart, der zu dieser Zeit intensiv mit seiner Oper Die Entführung aus dem Serail beschäftigt war, schrieb das Werk unter erheblichem Zeitdruck und in mehreren Etappen. Erst später überarbeitete er die Serenade grundlegend und formte sie zu einer viersätzigen Sinfonie für ein Wiener Konzert. Dabei entfernte er einzelne Sätze (darunter einen Marsch und ein Menuett) und schuf eine dramaturgisch geschlossene, konzertante Sinfonie.
Die Sinfonie Nr. 39 KV 543 entstand 1788 in einer sehr schwierigen Lebensphase. Das Wiener Publikum begann sich von Mozart abzuwenden und so wurde seine wirtschaftliche Situation prekär. In einem "Bitt-Brief" an seinen Freund Puchberg schrieb Mozart von "schwarzen Gedanken". Davon ist aber in der Komposition nichts zu spüren: Schon die feierliche Einleitung mit kraftvollen Bläserakkorden und dramatischen Spannungen zeigt Mozarts Meisterschaft. Der folgende Hauptteil des ersten Satzes (Allegro) vereint Energie mit melodischer Eleganz. Das Andante con moto, der zweite Satz, ist nachdenklich und lyrisch, während das Menuett mit einem volksliedhaften Trio einen beschwingten Kontrast bietet. Im Finale (Allegro) verbindet Mozart spielerische Leichtigkeit mit kunstvoller Struktur. Die Sinfonie ist die erste von Mozarts berühmten drei letzten Sinfonien. Trotz ihrer Größe und Ausdruckskraft wurde sie zu Mozarts Lebzeiten wahrscheinlich nie öffentlich aufgeführt.
Die Aufnahme beeindruckt durch eine außergewöhnliche Transparenz, die jede Instrumentengruppe klar erfahrbar macht: Die Streicher erscheinen schlank und seidig, die Holzbläser leuchten mit charakteristischer Farbigkeit, und die Blechbläser besitzen Strahlkraft, ohne je scharf zu wirken. Die Stereobühne entfaltet sich breit und stabil mit einer natürlichen Tiefenstaffelung, sodass die Orchesteraufstellung plastisch nachvollziehbar bleibt. Besonders hervorzuheben ist die fein abgestufte Dynamik, die vom delikaten Pianissimo bis zu kraftvollen Tutti-Passagen reicht, ohne an Klarheit oder Struktur einzubüßen. Die warme, analoge Klangästhetik bewahrt den authentischen Charakter der Originalaufnahme und vermittelt jene organische Geschlossenheit, die für hochwertige Produktionen dieser Epoche typisch ist. Gleichzeitig sorgt das Remastering für eine optimierte Balance, reduzierte Nebengeräusche und eine gesteigerte Detailauflösung in den Höhen sowie einen kontrollierten, konturierten Bassbereich. Das Ergebnis ist eine bedeutende Einspielung, die nicht nur interpretatorisch, sondern auch klanglich höchsten Ansprüchen gerecht wird und den charakteristischen Szell-Sound in eindrucksvoller Präsenz erlebbar macht.
Technische Daten
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