Diese exklusive Gershwin-Sammlung vereint drei seiner beliebtesten Werke in legendären Einspielungen. Leonard Bernstein begeistert als Pianist und Dirigent mit einer mitreißenden Interpretation der Rhapsody in Blue und des sinfonischen Klassikers An American in Paris. Ergänzt wird das Album durch Howard Hansons klangvolle Aufnahme des Concerto in F mit Eugene List am Klavier. Eine hervorragend klingende audiophile Edition, die den unverwechselbaren Stil George Gershwins zwischen Jazz und Klassik eindrucksvoll widerspiegelt.
Musik-Album im MP3-Format
Gesamtlänge: 1:05:30 h
Audioformat: MP3 – High Quality, 320 kbps
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Die "Rhapsody" entstand durch einen "Bluff": Der amerikanische Jazzmusiker Paul Whiteman kündigte 1924 in einem Zeitungsartikel an, daß Gershwin gerade an der Komposition eines " Jazz-Konzerts" arbeite und daß dieses Werk im folgenden Monat zur Uraufführung kommen solle. Obwohl das nicht stimmte, ließ Gershwin sich schließlich doch darauf ein, denn er hatte auch schon früher mit Whiteman zusammengearbeitet und ihn reizte die Aufgabe, eine "American Rhapsody" zu komponieren. Das Werk beginnt mit einem außergewöhnlichen Effekt: Leise beginnend "gleitet" die Soloklarinette über zwei Oktaven hinweg - ein Auftakt, der stark an eine Jazz-Improvisation erinnert. Das "improvisierende" Klavier verstärkt diesen Effekt noch mit seinem nervösen und drängenden Thema. Doch schon bald intoniert das Orchester ein kraftvolles und energisches zweites Thema. Diese beiden Themen werden im weiteren Verlauf stark variiert und mit Blues-Elementen versetzt.
In "An American in Paris" wollte Gershwin "die Eindrücke eines amerikanischen Reisenden wiedergeben, der durch Paris schlendert, den Straßenlärm hört und die französische Atmosphäre in sich aufnimmt". Dieser Reisende war Gershwin selbst, der 1928 die Seine-Metropole besuchte. Dort begann er auch sofort mit dem Komponieren. Er schrieb diese Auftragskomposition für die übliche Besetzung eines Sinfonieorchesters, allerdings baute Gershwin noch besondere Effekte ein, wie z. B. die Hupen der Pariser Taxis. Beendet hatte er die Komposition nach seiner Rückkehr in die Heimat, wo sie im gleichen Jahr erfolgreich in der New Yorker Carnegie Hall uraufgeführt wurde. Schon am Anfang des Werkes begegnet man dem gemütlich über den Boulevard flanierenden Amerikaner, charakterisiert durch ein Thema im Ragtime-Stil. Mit diesem auch später wiederkehrenden "Schlenderthema" und außerdem mit Blues, Charleston und Pariser Taxihupen (in vier verschiedenen Tonhöhen! ) gestaltet Gershwin ein originelles und temporeiches Tongemälde.
Nach dem großen Erfolg der Rhapsody in Blue erhielt Gershwin sofort den Auftrag für die Komposition eines Klavierkonzerts, das ganz nach der klassischen Tradition aus drei Sätzen bestehen sollte. Der Komponist hielt sich an die Vorgabe, blieb aber seinem Stil, der phantasievollen Verschmelzung von Klassik- und Jazzelementen, treu. Donnernde Paukenschläge eröffnen den ersten Satz, wenig später bereitet ein Trommelwirbel den solistischen Einsatzes der Klaviers vor. Sanft führt ein leiser Hornruf in den langsamen zweiten Satz. Der musikalische Fluss entwickelt sich hier vorsichtig. Klarinetten und eine gedämpfte Trompete tasten sich vor und verstärken den improvisatorischen Charakter des Stückes bis zum Einsatz des Klaviers mit neuen, originellen Ideen. Im Schlußsatz zitiert Gershwin Themenmaterial aus den beiden anderen Sätzen, so auch das donnernde Paukenmotiv vom Konzertbeginn. Höhepunkt des Satzes ist das reizvolle Wechselspiel zwischen Soloinstrument und Orchester, wieder angereichert mit vielen Jazzelementen.
Bernstein bringt Gershwins Klassiker zum Funkeln: Mit mitreißender Energie, jazziger Freiheit und orchestralem Glanz gelingt ihm eine elektrisierende Darbietung. Als Dirigent und Pianist in Personalunion verleiht er der “Rhapsody” eine packende Mischung aus Eleganz und Temperament – ein Klassiker voller Charme und Drive.
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