Giuseppe Verdis Messa da Requiem in einer legendären Interpretation unter Fritz Reiner mit den Wiener Philharmonikern und einer außergewöhnlichen Solistenbesetzung: Leontyne Price, Jussi Björling, Rosalind Elias und Giorgio Tozzi vereinen dramatische Intensität mit vokaler Noblesse. Reiners Dirigat verbindet straffe Architektur mit opernhafter Leidenschaft – das „Dies irae“ erschüttert mit eruptiver Wucht, während das „Libera me“ in ergreifender Innigkeit leuchtet. Auch klanglich überzeugt diese Aufnahme durch klare Stimmenabbildung, transparente Chorstaffelung und kraftvolle orchestrale Dynamik. In der Audiophile Edition (320 kbps) entfaltet sich die räumliche Tiefe und die Präsenz der Wiener Philharmoniker beeindruckend differenziert – ein Meilenstein der klassischen Stereo-Ära in exzellenter Klangqualität.
Gesamtlänge: 1:36:40 h
Audioformat: MP3 – High Quality (320 kbit/s)
Bildnachweis: Tobias Machhaus/Shotshop.com
Anlass für die Komposition des Requiems war der Tod des italienischen Dichters Alessandro Manzonis, den Guiseppe Verdi sehr verehrte. Mit Kirchenmusik beschäftigte Verdi sich eigentlich nur in seinen Anfangsjahren, Erfolge feierte er dagegen mit seinen Opern. Und so bedient sich Verdi auch bei diesem Requiem seiner erfolgreichen musikalischen Mittel und setzt auch dieses Thema "dramatisch" um. Daher fragten sich viele Musikfreunde bei der Uraufführung 1874 in Mailand, ob dieses Werk tatsächlich eine ernste, religiöse Totenmesse ist oder doch wieder eine Oper. Untypisch für ein geistliches Werk sind die effektvoll inszenierten Klangmassen des großen Orchesterapparates und der laut und dramatisch singende Chor. Aber echte Erschütterung spricht aus diesem Werk und zieht den Zuhörer in seinen Bann, angefangen vom hauchzarten Chorgesang (Sanctus) bis zum infernalischen Höhepunkt (Dies irae).
Diese Aufnahme ist eine Sternstunde der Schallplattengeschichte – nicht nur wegen der legendären Sänger, sondern auch wegen Reiners durchdachter, mitreißender Interpretation und der exzellenten klanglichen Umsetzung. Wiener Philharmoniker und Wiener Singverein begleiten die Solisten einfühlsam. Das „Dies irae“ explodiert mit düsterer Energie, während das „Libera me“ von Price zu einem bewegenden wird. Björling singt mit nobler Linie und innerer Ruhe – berührend in jeder Phrase. Diese Aufnahme gehört für viele Kenner zu den herausragenden Interpretationen von Verdis Requiem.
Technische Daten
Vielleicht gefällt Ihnen auch