Musik-Album im MP3-Format
Gesamtlänge: 47:20 min
Audioformat: MP3 – High Quality
Diese Aufnahme wurde ausgezeichnet mit dem "GRAMMY Award"
Bildnachweis: Ralf Gosch/Shotshop.com
Mehr als zwanzig Jahre waren vergangen, ehe Brahms nach dem eklatanten Mißerfolg seines ersten Klavierkonzerts sich diesem Genre wieder widmete. Es ist im viersätzigen Aufbau (wie bei einer Sinfonie) und im Charakter gänzlich verschieden vom dramatisch angespannten Erstlingswerk:
Der erste Satz beginnt zart mit einem Hornsolo. Nach einem kurzen Dialog zwischen Horn und Klavier folgt ein sich mächtig entwickelndes Klaviersolo bis zum großen Einsatz des ganzen Orchesters mit dem Hauptthema. Die Heiterkeit des ersten Satzes wird in Satz zwei abgelöst durch den dramatischen Einsatz des Klaviers gleich zu Beginn. Den dritten Satz eröffnet völlig überraschend das Solo-Cello mit einer wunderschönen innigen Melodie. Das bald einsetzende Klavier knüpft daran aber nicht an, sondern kommentiert die thematischen Ideen des Orchesters. Abweichend von der üblichen dreisätzigen Form eines Konzerts komponierte Brahms auch einen vierten Satz: Das Klavier beginnt den Reigen origineller, reizvoller und harmonischer Melodien bis der Hauptgedanke einen triumphalen Sieg davon trägt. Das Konzert wurde 1881 in Budapest mit Brahms als Klaviersolisten uraufgeführt.
Diese Aufnahme vereint monumentale Weite und innere Konzentration. Sviatoslav Richter gestaltet das weit gespannte Konzert mit souveräner Kraft, struktureller Klarheit und großer lyrischer Tiefe. Unter Erich Leinsdorf bietet das Chicago Symphony Orchestra einen kraftvollen, präzisen Orchesterpart, der Richters Gestaltung ideal trägt und die architektonische Größe des Werks eindrucksvoll entfaltet. Fazit: Eine maßstabsetzende, hochautoritäre Interpretation – groß dimensioniert, spannungsvoll und unverzichtbar für jede Brahms-Sammlung.
Technische Daten